Das Bier im Jahreskreis

Im Januar da macht der Brauer
für den besinnlichen Beschauer
das Bier.

Im Februar macht er fürwahr
den Märzensud, das ist doch klar.

Im März das ist für alle bärig,
ein heißer Tanz - von oben gärig.

Im April man hört es raunen,
denkt er an ein hopfig Braunes.

Im Mai mit seinen zarten Glöckchen,
läuten die selben für ein Böckchen.

Im Juni macht er Kompromisse,
füllt Radler ab mit der Premisse.

Dass auch im Juli euer Gnaden,
die Cuvee dann stärkt des Radlers Waden.

August plagt uns mit Hitze sehr,
jetzt Bier verkaufen ist nicht schwer.

September reift dann auch der Wein
der Brauer denkt sich muss das sein.

Im Oktober da  ist längst am Lager,
das Weihnachtsbock für Kunde, Schwager.

November tobt mit Schnee, swird kalt.
In NRW da tollt das Alt.

Der Brauer denkt ans Weizenkorn.
Das nur gestorben - neu geborn,
In aller Stille - anonym,
das Weizenkorn wird zum Enzym.
Im Malzturm oder in der Darre,
ist für den Brauer dort die Pfarre.

Und in dieser Zeit der Stille,
denke ich, das ist mein Wille,
wieder an das neue Jahr.
Von Dezember in den Januar
sind es unumwunden
nur wenns hochkommt 24 Stunden.
Von Januar dagegen ohne Frage,
sinds zum Dezember viele Tage.

Das war für den besinnlichen Beschauer
in 12 Etappen das Jahr der Brauer.

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