Leuchttürme

Der motivierte Leuchtturm: "Ich leuchte, - auch für U-Boote".
Der unmotivierte Leuchtturm:"U-Boote? - Glaubst du ich halte meine Birne wegen einem Schiff unter Wasser?"
Der melancholische Leuchtturm:"Wenn nicht bald ein Schiff kommt, geh ich wieder haam!!!"
Der verliebte Leuchtturm:"Ich brenne nur für dich."
Der verträumte Leuchtturm:"Schiffe in Scharen, eine Armada, geschmückt mit den Fahnen der Liebe, das ist mein Wind."
Leuchtturm-Sarkasmus:"Schiffe-kieloben - schützen vor Regen, aber der Matrose steht Kopf."
Der optimistische Leuchtturm:"Ein Schiff wird kommen, halte aus.
Der genaue Leuchtturm:"Wenn ich blinke, blinke ich nur einmal."
Der Macho unter den Leuchttürmen:"Wo sind die Damen mit den Öllampen?"
Der Pannenleuchtturm:"Hat hier jemand Feuer für mich?"
Der bescheidene Leuchtturm:"Schiffe und ich bin reich genug."

Leuchtsinniges von Armin Luckart.

Blitzlichter eines Parkinsoniers im Alltag!

Blitzlichter eines Parkinsoniers im Alltag!

Lebenslänglich lebt sichs am Besten.
Das  WIR lebt sich am Besten,
genauso wie das UNSER.
Meineid gibts nicht. Aber Platzprobleme.
Ich brauche keine Millionen, ich brauche Platz für meinen Untermieter.
Ich brauche was, was du mir nicht geben kannst, Nähe und Distanz in der Gewohnheit.
Alles ist anders, jedoch gleich in der Gleichheit.
Ich bin froh, dass wir schon so lange in unserer Wohnung sind, dass ich jeden Lichtschalter fühlen kann.
Ich will nicht die Hypothek einer Umerzeihung teilen.
Wenn schon Parkinson, dann eine abgemöbelte Immobilie.
Gebt mir Platz zum Leben, sonst verlaufe ich mich im Stehen.
Der Zwischenraum im sozialen Raum; seit geraumer Zeit erlebe ich meine Umwelt einmal mit Abstand näher und in der Nähe den Abstand.
Ich versuche eine Weite zu distanzieren oder sie herein zu lassen.
Ich denke dabei an ein Klavier. Bekanntlich hat das Klavier schwarze und weiße Tasten, eine jede unterscheidet sich von links nach rechts in der Positionierung. Es kommt aber auf die Raumgröße an, die mich umgibt.
Die Medikamente, für den Laien ohne Parkinsonherz schwer zu verstehen.
Haste Pillen in dem Schnabel freut sich alles, haste keine im Talon, geht es dir schlecht mein Sohn. Der Laie versteht auf seiner Facilität, Pille gut, je besser um so mehr. Über mögliche erwünschte Nebenwirkungen träumt der Patient. Der Mensch lenkt die Pille, nicht die Pille den Menschen.
Nebenschauplatz: Mensch wird zum Staatstheater.
Klopf dir selbst auf deine eigene Schulter und mach dir deine eigene Regie.
Nur wenn du pfeifen kannst bist du eine Pfeife.
Liebe zum Detail - und Luxus wird zum Granulat.
Deine Lust kleine Dinge groß werden zu lassen wird zur Kommunikation, hilft dir, deine Einstellung zu leben, nicht zu tun.
Dein Fahrrad ist kein Heiligtum, kann aber als Mittel zur Heiligkeit verwendet werden.

3 merkwürdige Gäste und 1 guter Stern

Die vornehmen Leute aus dem Osten hatten den Stall und die Krippe noch nicht lange verlassen, da trug sich eine seltsame Geschichte in Bethlehem zu, die in keinem Buch verzeichnet ist.

Als die Reitergruppe der Könige gerade am Horizont verschwand, näherten sich drei merkwürdige Gestalten dem Stall.

Die erste trug ein buntes Flickenkleid und kam langsam näher. Zwar war sie wie ein Spaßmacher geschminkt, wirkte aber hinter ihrer lustigen Maske eigentlich
sehr, sehr traurig. Erst als sie das Kind sah, huschte ein Lächeln über ihr Gesicht. Vorsichtig trat sie an die Krippe heran und strich dem Kind zärtlich über das Gesicht:“ICH BIN DIE LEBENSFREUDE“ sagte sie. Ich komme zu dir weil die Menschen nichts mehr zu lachen haben. Sie haben keine Freude mehr am Leben. Alles ist bitterernst geworden. Dann zog sie ihr Flickengewand aus und deckte das Kind damit zu. Es ist kalt in dieser Welt. Vielleicht kann dich der Mantel des Clowns wärmen und schützen.

Darauf trat die zweite Gestalt vor. Wer genau hinsah, bemerkte ihren gehetzten Blick und spürte, wie sehr sie in Eile war. Als sie aber vor das Kind in der Krippe trat, schien es, als falle alle Hast und Hektik von ihr ab. „ICH BIN DIE ZEIT“ sagte sie und strich dem Kind zärtlich über das Gesicht. Eigentlich gibt es mich kaum noch. Die Zeit sagt man, vergeht wie im Flug. Darüber haben die Menschen aber ein großes Geheimnis vergessen. Die Zeit vergeht nicht. Zeit entsteht. Sie wächst überall dort, wo man sie teilt. Dann griff die Gestalt in ihren Mantel und legte ein Stundenglas in die Krippe. Man hat wenig Zeit in dieser Welt. Diese Sanduhr schenke ich dir, weil es noch nicht zu spät ist. Sie soll dir ein Zeichen dafür sein, dass du immer so viel Zeit hast, wie du dir nimmst und anderen schenkst.

Dann kam die dritte Gestalt an die Reihe. Sie hatte ein geschundenes Gesicht voller dicker Narben, so als ob sie immer und immer wieder geschlagen worden wäre. Als sie aber vor das Kind in der Krippe trat, war es als heilten die Wunden und Verletzungen, die ihr das Leben zugefügt haben musste. „ICH BIN DIE LIEBE“ sagte die Gestalt und strich dem Kind zärtlich über das Gesicht. Es heisst, ich sei viel zu gut für diese Welt. Deshalb tritt man mich mit Füssen und macht mich fertig. Während die Liebe so sprach, musste sie weinen und drei dicke Tränen tropften auf das Kind. Wer liebt, hat viel zu leiden in dieser Welt. Nimm meine Tränen. Sie sind das Wasser, das den Stein schleift. Sie sind wie der Regen, der den verkrusteten Boden wieder fruchtbar macht und selbst die Wüste zum Blühen bringt. Und die Tränen verwandelten sich in drei wunderschöne blühende rosa Rosen.

Da knieten die Lebensfreude, die Zeit und die Liebe vor dem Kind des Himmels.
Drei merkwürdige Gäste, die dem Kind ihre Gaben gebracht hatten.
Das Kind aber schaute die drei an, als ob es sie verstanden hätte.

Optimismus

optimismus gepachtet
frohen mutes verfrachtet
schwere schätze
 
tief im herzen vergraben
große stücke
sitze ruhig dahin
 
auf und nieder im sinn
 
komme o komme
 
gehst du auch zu dem
 
komm nimm doch du den

Seite 1 von 12

Zum Anfang